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Aktienbörsen
Finanzwerte bringen Aktienmärkte auf Erholungskurs
 
04. November 2009
Mit Rückenwind der Finanzwerte sind die Aktienmärkte am Mittwoch auf Erholungskurs gegangen. Der Dax beendete den Handel 1,7 Prozent höher bei 5444 Punkten. Der MDax sprang um 4,1 Prozent auf 6951 Zähler. Der TecDax gewann 2,5 Prozent auf 736 Punkte.
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Manche Beobachter erwarten weiter steigende Notierungen an den Aktienbörsen. "Unser Jahresendziel beim Dax sind 6100 Punkte", sagte Commerzbank-Chefvolkswirt Jörg Krämer. Die Bilanzen zum dritten Quartal hätten gezeigt, dass die Zeit der negativen Überraschungen vorbei sei. Viele Unternehmen hätten die Erwartungen übertroffen, dieser Trend werde sich im vierten Quartal wohl fortsetzen.
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Am Nachmittag hatte der Dax seine Kursgewinne ausgebaut. Händler verwiesen auf das Durchbrechen charttechnischer Marken und steigende Notierungen an den amerikanischen Börsen.
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Societe Generale verbucht Gewinnsprung im Quartal
Bei Anlegern wieder gefragt waren die am Dienstag noch unter Druck stehenden Finanzwerte. Händler verwiesen insbesondere darauf, dass die französische Großbank Societe Generale im dritten Quartal wie andere europäische Großbanken auch einkräftiges Gewinnplus verbucht hat. Der Aktienkurs legte in Paris 4,6 Prozent zu, wozu Händlern zufolge erneut aufkeimende Gerüchte über einen Zusammenschluss mit dem heimischen Konkurrenten BNP Paribas beitrugen.
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Börsianer zeigten sich jedoch skeptisch, ob eine solche Fusion wegen des damit verbundenen Arbeitsplatzabbaus in Frankreich politisch durchsetzbar sei. In Frankfurt erholten sich Commerzbank und Deutsche Bank von ihren Vortagesverlusten und verteuerten sich um 4,4 beziehungsweise 2,3 Prozent.
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Autowerte profitieren von Nissan-Zahlen und amerikanischen Absatz
Europaweit gefragt waren Autoaktien, nachdem der japanische Hersteller Nissan für das Gesamtjahr einen Gewinn in Aussicht gestellt hatte. Nissan-Aktien verteuerten sich in Frankfurt um 5,3 Prozent. Die Papiere des französischen Nissan-Großaktionärs Renault kletterten in Paris um gut vier Prozent.
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Daimler waren nach einem Absatzplus in den Vereinigten Staaten gefragt und legten 3,1 Prozent zu. Von der verbesserten Branchenstimmung profitierten auch die Aktien des Zulieferers Leoni, die sich um fast 8 Prozent verteuerten. Die Entscheidung des GM-Verwaltungsrates für einen Verbleib von Opel bei General Motors spielte am Markt kaum eine Rolle.
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Übernahmegerüchte treiben Infineon an Dax-Spitze
Angeführt wurde der Dax von einem siebenprozentigen Kursplus der Infineon-Aktien. "Da wird das Gerücht herumgereicht, LG wolle für Infineon bieten", sagte ein Händler. Eine Sprecherin des koreanischen Elektronikkonzerns LG erklärte, sie wisse nichts über ein Geschäft mit Infineon, der Chiphersteller selbst wollte keine Stellungnahme abgeben.
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Adidas-Titel verteuerten sich um 3,8 Prozent. Analysten sprachen von einem vorsichtig optimistischen Ausblick des Sportartikelherstellers. Nach Einschätzung von DZ-Bank-Analyst Herbert Sturm wird die Fußball-WM 2010 die Geschäfte ankurbeln.
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An der Spitze des Nebenwerte-Index' MDax standen ProSiebenSat.1 und Lanxess mit Kurssprüngen von 13 beziehungsweise fast 11 Prozent. Die Aktien des TV-Konzerns ProSieben profitierten von der Erwartung einer weiteren Geschäftserholung. Beim Chemie-Unternehmen Lanxess erklärten Händler das Kursplus mit einem positiven Analystenkommentar. Die Papiere des französischen Konkurrenten Rhodia verteuerten sich um 8,3 Prozent, nachdem das Unternehmen überraschend in die Gewinnzone zurückgekehrt ist. In Kopenhagen reagierten die Aktien des weltweit viertgrößten Brauereikonzerns Carlsberg mit einem Minus von 5,3 Prozent auf Quartalszahlen, die schlechter als erwartet ausgefallen waren.
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Wall Street tendiert fest
Die amerikanischen Börsen präsentieren sich am Mittwoch mit fester Tendenz. Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) rückt um 1,2 Prozent auf 9887 Punkte vor. Der S&P-500-Index verzeichnet einen Aufschlag von 1 Prozent auf 1056 Zähler, der Nasdaq Composite steigt um 0,6 Prozent auf 2071 Stellen.
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Marktteilnehmer begründen die Gewinne neben den guten Vorgaben der asiatischen und europäischen Märkte auch mit der Hoffnung, die sie an den Ausgang der amerikanischen Notenbanksitzung knüpfen. Eine Zinsveränderung wird zwar nicht erwartet, doch der Begleitkommentar dürfte um so mehr Aufmerksamkeit finden.
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Schlechte Konjunktur ist gut
Als tendenziell günstig werden in diesem Zusammenhang den Arbeitsmarkt- (ADP) und dem Geschäftsklima-Index für den Dienstleistungssektor (ISM) bezeichnet. Die ADP-Zahlen liegen zwar nur im Rahmen der Prognosen für den offiziellen Arbeitsmarktbericht am Freitag und deuten damit einen weiterhin hohen Stellenabbau an, doch gerade das Ausbleiben einer positiven Überraschung wird begrüßt. "Die Daten nehmen die Angst vor einer schnellen Exit-Politik der Fed", meint ein Händler. Sie seien immer noch "schlecht genug", um der Fed Argumente zu verschaffen, keine Signale für einen Ausstieg aus der Quasi-Nullzinspolitik geben zu müssen.
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Eine ähnliche Argumentation gilt auch für den ISM-Index für den Dienstleistungssektor, der im Oktober überraschend auf 50,6 von 50,9 Punkten nachgegeben und damit die Erwartung von 52 Zählern verfehlt hat. Die Beschäftigungskomponente, die imVerarbeitenden Gewerbe noch für eine positive Überraschung gesorgt hatte, schnitt beim Service-Index schlecht ab. Sie gab auf 41,1 Punkte nach und liegt damit weiterhin in einem Bereich, der auf Stellenabbau hindeutet. "Der ISM-Index für dasNicht-Verarbeitende Gewerbe weist darauf hin, dass die Erholung in den Vereinigten Staaten nur sehr langsam vonstatten geht. Vor allem die Binnennachfrage kommt nicht recht in Gang und belastet damit den Dienstleistungssektor", interpretiert ein Volkswirt der Postbank die Daten.
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Motors fahren vor
Die Aktie von Kraft Foods gibt 3,1 Prozent auf 26,70 Dollar nach. Der Umsatz des Lebensmittelherstellers erreichte im dritten Quartal 9,9 Milliarden Dollar, während Experten mit 10,3 Milliarden Dollar gerechnet hatten. Das Nettoergebnis lag bei 0,56 Dollar je Aktie. Analysten hatten mit 0,48 Dollar pro Schein gerechnet.
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Noch schlechter sieht es bei Hartford Financial aus. Das Unternehmen hat zwar einen Quartalsgewinn je Aktie von 1,56 Dollar ausgewiesen, während Analysten lediglich 1,10 Dollar erwartet hatten. Dennoch sinkt der Aktienkurs um 5,1 Prozent auf 24,50 Dollar, obwohl der Versicherer den Ausblick für 2009 deutlich angehoben hat.
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Der Aktienkurs von Motors Liquidation (ehemals GM) steigt nach dem Kurswechsel in Hinblick auf Opel und Vauxhall um knapp 9 Prozent auf 61,2 Cents. Walt Disney profitieren von verbesserten Aussichten zum Bau eines Themenparks in Schanghai. Der Aktienkurs steigt um 3 Prozent auf 28,44 Dollar.
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Quellen: FAZ.NET, dpa-AFX, Reuters, dpa, AP, AFP, Dow Jones, Bloomberg, F.A.Z.
Natascha Vlahovic, FAZ.NET
 
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