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Interview mit der F.A.S.
Lothar Matthäus rechnet ab
Lothar Matthäus in der F.A.S.: "Ich bin weder Bayern München, noch bin ich die Bild-Zeitung"
 
08. November 2009
Lothar Matthäus hat sich in einem Interview der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung über mangelnden Respekt und fehlende Wertschätzung beklagt. "Nach Franz Beckenbauer bin ich ganz sicher die zweitbekannteste Fußballpersönlichkeit Deutschlands, weltweit. Und wie man mit so einem Idol umgeht in Deutschland, da muss sich Deutschland schämen", sagte der 48 Jahre alte Fußball-Rekordnationalspieler der F.A.S. in der an diesem Sonntag erscheinenden Ausgabe (Das komplette Interview: Lothar Natthäus: „Deutschland muss sich schämen“).
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Dass er nach sechs Trainerstationen im Ausland immer noch keinen Posten in der Bundesliga gefunden habe, liege auch daran, dass er als Bayern-Mann und "Bild"-Mann gelte, der der Boulevard-Zeitung viel Vertrauliches erzählt haben soll. Matthäus sagte dazu: "Ich hatte als Spieler eine Position, in der ich nicht schleimen musste bei Journalisten. Im Nachhinein weiß ich, dass mir die "Bild"-Zeitung wesentlich mehr geschadet als geholfen hat. Aber das ist Vergangenheit, ebenso wie Bayern München. Diese beiden Sachen, die mir von Vereinen vorgeworfen werden, haben kein Fundament. Ich bin weder Bayern München, noch bin ich "Bild"-Zeitung. Keins von beidem. Und das sind meine beiden Hauptprobleme in Deutschland."
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Fans lehnen ihn wegen Bayern-Vergangenheit ab
Deutschlands zweitbekannteste Fußballpersönlichkeit: Lothar Matthäus beim WM-Sieg 1990
Matthäus kann sich durchaus vorstellen, Trainer in der Zweiten Fußball-Bundesliga zu werden. Er würde zu einem Zweitligaklub gehen, "der eine Perspektive und ein qualifiziertes Umfeld hat", sagte Matthäus, der aber weiterhin einen Job in der Bundesliga anstrebt. Vom 1. FC Nürnberg und von Eintracht Frankfurt hätten ihm "unterschriftsreife Verträge" vorgelegen, sagte Matthäus der F.A.S.: "Aber die Fans lehnten mich ab, wegen meiner Vergangenheit beim FC Bayern."
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Einem potentiellen Arbeitgeber würde er attraktiven Fußball versprechen: "Bei vielen Spielen und vielen Spielern vermisse ich eine Freude, die sich aufs Publikum überträgt. Es ist zu viel Dienst nach Vorschrift, zu emotionslos. Dass sich mal einer mit dem Publikum anlegt oder mit dem Schiedsrichter, oder mal ein bisschen härter in den Zweikampf geht, um der Mannschaft zu zeigen, dass noch was geht - das vermisse ich."
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FAZ.NET
dpa
 
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