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Hirnforschung
Der Sprachverarbeitung auf der Spur
Von Helga Hansen
Die Tomographie zeigt die Elektroden, die von den Chirurgen eingepflanzt wurden, um jene Areale, die für epileptische Anfälle verantwortlich sind, von gesunden Arealen - wie etwa jenem für die Sprachverarbeitung - abzugrenzen.
 
07. November 2009
Einblicke in die Sprachverarbeitung des Gehirns sind selten. Bildgebende Verfahren liefern nur unscharfe Ergebnisse und passende Tiermodelle fehlen. Wissenschaftler um Ned Sahin von der University of California in San Diego haben nun erstmals die Neuronenaktivität beim Sprechen aufzeichnen können.
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Mittels Elektroden beobachteten sie die Gehirnströme einer Region in der vorderen linken Gehirnhälfte, dem Broca-Zentrum. Dabei haben sie, wie sie in der Zeitschrift "Science" (doi: 10.1126/science.1174481) berichten, herausgefunden, dass das Broca-Zentrum nacheinander die Bedeutung, Beugung und Aussprache eines Wortes prozessiert. Diese Vorgänge sind notwendig, wenn man einen Satz korrekt aussprechen will. Außerdem wiesen die Forscher nach, dass die Prozesse an verschiedenen, sich teilweise überlappenden Stellen ablaufen.
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Elektroden im Gehirn
Dass das Broca-Zentrum in der Sprachverarbeitung eine wichtige Rolle spielt, ist bereits seit rund 150 Jahren bekannt. In diesem Zeitraum gab es allerdings nur wenig Fortschritte in der Forschung.
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Die neuen Erkenntnisse verdanken die Wissenschaftler einer seltenen Operation. Dabei wurden drei Patienten Elektroden ins Gehirn gesetzt. Mit dieser Technik haben sie die Gehirnareale, die für die epileptischen Anfälle verantwortlich sind, von den gesunden Arealen abgegrenzt, zu denen auch jenes für die Sprachverarbeitung gehört.
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F.A.Z.
Foto Ned T. Sahin
 
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